Wenn Orte dich rufen – und du beginnst, dir selbst zu vertrauen
- doris.jax

- 19. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Es gibt diese Momente im Leben, da beginnt etwas in dir zu sprechen, lange bevor dein Kopf es greifen kann.
Es ist kein Gedanke, keine Idee, kein Wunsch. Es ist ein inneres Wissen, das sich still bemerkbar macht und mit der Zeit immer deutlicher wird. Wie ein leiser Faden, der sich durch deine Tage zieht und irgendwann nicht mehr zu ignorieren ist.
So war es bei mir mit Italien.

Bild:memove.at
Lange Zeit war es einfach da. Kein konkreter Plan, kein Warum. Nur dieses beständige Gefühl, dass dort etwas auf mich wartet. Mit jedem Jahr, mit jedem Prozess, mit jedem Älterwerden wurde dieser innere Zug stärker. Nicht unruhig, nicht hektisch – sondern klar. Als würde mein Körper längst wissen, was mein Verstand erst noch verstehen durfte.
Der Körper weiß früher als der Kopf
Je älter wir werden, desto feiner wird unsere Wahrnehmung. Besonders wir Frauen spüren, dass Antworten nicht immer aus dem Denken kommen. Sie kommen aus dem Körper. Aus einer Tiefe, die nichts erklären will, sondern einfach wahr ist.
Unser Körper ist vollkommen. Und trotzdem tragen viele von uns etwas in sich, das uns zurückhält. Nicht sichtbar, auch nicht greifbar, jedoch spürbar.
Eine innere Grenze, die uns daran hindert, ganz hinauszugehen um zu sprechen und sich ganz zu fühlen. Diese Blockade sitzt nicht im Verstand. Sie lebt tiefer. In den Zellen, unserem Nervensystem, eine Erinnerungen, die nicht persönlich und doch sehr intim sind.
Manchmal zeigt sich das als Enge, als Zurückhaltung, als dieses alte Gefühl, sich lieber klein zu machen. Und obwohl wir heute in Freiheit leben, fühlt es sich innerlich oft an, als wäre Sichtbarkeit immer noch gefährlich.
Was wir Frauen über Jahrhunderte gelernt haben
Wir dürfen nicht vergessen, woher wir kommen. Frauen haben über Generationen hinweg gelernt, sich anzupassen, zu schweigen, ihr Wissen zu verstecken und ihre Intuition nicht nach außen zu tragen.
Sichtbar zu sein bedeutete Gefahr. Klug zu sein bedeutete Gefahr. Weibliche Kraft war nicht erwünscht.
Bild: memove.at

Diese Erfahrungen sind nicht einfach verschwunden. Sie wirken weiter. Nicht bewusst, sondern verkörpert. Und genau deshalb tauchen sie heute noch auf, als Angst, zu viel zu sein. Zu laut. Zu intensiv. Zu unbequem.
Doch die Zeit hat sich verändert. Und wir dürfen unserem Körper helfen, das auch zu verstehen.
Wir sterben heute nicht mehr an unserer Wahrheit
Ich stelle mir – und meinen Klientinnen – immer wieder eine ganz einfache Frage: Was ist das Schlimmste, das passieren kann, wenn ich meine Wahrheit ausspreche? Wenn ich sichtbar werde? Wenn ich meine Meinung nicht mehr zurückhalte?
Und fast immer führt diese Frage zu einer klaren Erkenntnis: Ich lebe weiter.
Früher war das anders. Heute dürfen wir sprechen unseren Raum einnehmen. Heute dürfen wir uns zeigen. Unser Körper braucht manchmal Zeit, um das nachzuholen. Und genau dort beginnt Heilung.
Warum bestimmte Orte Antworten schenken
Es gibt Orte auf dieser Welt, die etwas in uns öffnen. Nicht, weil sie schöner sind als andere, sondern weil sie eine Resonanz in uns auslösen. Sie berühren etwas Altes, etwas Ursprüngliches, etwas, das erinnert werden will.

Wenn dich ein Ort ruft, dann nicht zufällig. Dann spricht etwas in dir, das gesehen werden möchte. Dort lösen sich Blockaden oft leise, fast unmerklich. Antworten kommen nicht als Worte, sondern als Gefühl von Ankommen. Als inneres Aufatmen.
Italien war für mich genau so ein Ort. Ein Raum, in dem sich vieles sortiert hat, ohne dass ich es erzwingen musste.
Bild: memove.at
Weiblichkeit braucht keine Rechtfertigung
Wir müssen uns nicht mehr in Rollen pressen lassen. Nicht von außen und nicht von innen. Wir dürfen Beziehungen leben, wie sie sich für uns stimmig anfühlen. Auf Augenhöhe und vor allem mit Respekt und einer reinen Wahrheit.
Ob Frau mit Frau, Mann mit Mann, Frau mit Mann – ob offen, klar, sanft oder wild. Alles darf sein. Wir brauchen einander nicht im Kampf, sondern im Miteinander.
Mein HEAVY MENTAL Gedanke für dich
Sei Frau. In jedem Moment.
Nicht so, wie man es von dir erwartet, sondern so, wie es sich für dich wahr anfühlt. Und wenn du noch nicht genau weißt, wo diese Frau in dir wohnt, dann höre auf deinen Körper. Er kennt den Weg.
Back to the Roots – 2026
Manchmal braucht es einen geschützten Raum, um sich wieder zu spüren. Einen Ort fern vom Alltag, von Rollen, von Erwartungen. Back to the Roots ist genau dafür entstanden. Zehn Frauen, hoch oben in den Bergen, barfuß, verbunden mit der Natur, mit Feuer, Wasser und der eigenen Wahrheit.
Es geht nicht darum, jemand Neues zu werden. Es geht darum, sich zu erinnern. An das, was wir immer schon waren. Frei. Spürend. Wahrhaftig. Im Licht unserer Ahninnen.
Alle Informationen und Termine findest du auf meiner Homepage. Die Plätze sind bewusst begrenzt.
Wenn du beim Lesen gespürt hast, dass etwas in dir in Resonanz geht, dann nimm dieses Gefühl ernst. Manchmal ist es der Anfang eines Weges zurück zu dir.
Und wenn du diesen Weg nicht alleine gehen möchtest, dann findest du in Back to the Roots 2026, vielleicht genau der Raum, den du dir selbst jetzt schenken darfst.
Termine demnächst buchbar
Deine Bergfee
Doris







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